Top 7 Gartengeräte
Top-7 Gartengeräte, die wirklich jeder braucht
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Kennst du das auch? Du willst im Garten loslegen und stehst erst mal vor einem Wust aus rostigen Geräten, von denen du die Hälfte gar nicht brauchst.
- Absolut. Und die andere Hälfte ist entweder kaputt oder irgendwo vergraben.
- Zum Glück ist der Januar der perfekte Zeitpunkt zum Ausmisten.
- Man braucht gar kein riesiges Arsenal. Sieben gute Geräte reichen schon.
- Und dabei ist es fast egal, ob du Gemüse anbaust, ein paar Obstbäume hast oder auf dem Balkon gärtnerst. Die Grundausstattung bleibt erstaunlich ähnlich.
1. Grabegabel – die Nummer 1
- Kann Boden lockern und bewegen, ohne ihn umzudrehen.
- Eignet sich super zum Pflanzen ausgraben, zum Umsetzen von Kompost, oder wenn man beim Boden lockern Wurzeln und Bodenleben schonen will.
- Eignet sich sogar zum Aufreißen von verdichtetem Unterboden, weil jede Spitze an ihrem Ende konzentrierten Druck ausübt und damit die Kraft besser überträgt als ein Spaten.
- Kauf/Ausstattungs-Tipp: Achte auf stabile Zinken und gute Verarbeitung. Ideal ist eine geschmiedete Gabel mit kräftigen Stahlzinken. Bestenfalls verschraubter Stiel mit Tüllenbefestigung. Hochwertige englische Grabegabeln werden aus Kohlenstoff-Mangan-Stahl hergestellt (kann wieder in Form gebogen werden, ohne an Kraft einzubüßen).
Fun Fact: Gibt’s im Prinzip schon seit dem Mittelalter
- Vorläufer waren handgeschnitzt aus Holz, als Mist- oder Heugabel genutzt.
- Meistens mit drei Zinken.
- Hast du vielleicht schon mal in einem Historienfilm gesehen, wenn die Bauern mit improvisierten Waffen gegen die Obrigkeit antreten.
- Erst mit dem Schmiedehandwerk entstanden stabile Metallgabeln, die auch den Boden bearbeiten konnten.
- Im 19. Jahrhundert setzte sich die Idee durch, dass man Erde nicht umgraben muss, sondern auch lockern kann.
- In England begann man im Gemüsegarten gezielt Gabeln einzusetzen, um das Bodenleben zu schonen.
- Diese „Forks“ wurden dort schnell Standard.
- Mit der Rückbesinnung auf bodenschonendes Gärtnern erlebt sie ein Comeback.
2. Rollhacke, Kultivator, Sternfräse, Bodenkrümler
- Wird nach der Bodenlockerung mit der Grabegabel benutzt, um den Boden feinkrümelig zu kriegen.
- Rotierende Sterne zerbröseln Erdbrocken und brechen verkrusteten Boden super auf.
- Dabei werden auch kleine Unkrautpflanzen ausgerissen.
- Wenn das wichtig ist, gibt’s auch Modelle mit Jätebügel.
3. Spaten – Spezialist fürs Grobe
- Für schwere Arbeiten: große Pflanzlöcher, Gräben ziehen, Erde bewegen oder Boden „umschichten“.
- Kauf/Ausstattungs-Tipp: Spatenblatt an Körpergröße und geplante Nutzung anpassen.
- Für schwere Lehmböden gibt es spitze Spatenblätter, für sandige oder lockere Böden reichen flache.
- Ein zu kleines Blatt heißt mehr Arbeit, ein zu großes kann unhandlich sein.
- Länge des Geräts: bis zur untersten Rippe.
- Stabiler Stiel (Eschenholz) und gute Verarbeitung sind wichtig.
- Viele Spaten haben Trittflächen an der Oberkante des Blatts. Das erleichtert das Einstechen.
- Anfängerfalle: Spaten als „AllzweckWerkzeug“ benutzen: z. B. fürs Jäten oder Lockern.
4. Unkrautstecher – punktgenau gegen tiefwurzelndes Unkraut
- Entfernt Unkraut mit langem Pfahlwurzelwerk (z. B. Löwenzahn, Ampfer) gezielt mit Wurzel; so wächst es meist nicht nach.
- Besonders praktisch auf Rasenflächen ist ein Löwenzahn-Jäter mit langem Stiel.
- Für Beete: kurzer Stiel, langes Blatt am effizientesten
- Am besten bei feuchtem Boden einsetzen, dann lassen sich Pfahlwurzeln leichter ganz herausziehen.
- Tipp: Spargelstecher eignen sich auch hervorragend zum Jäten tiefwurzelnde Unkräuter.
5. Gartenschere / Astschere – sauber schneiden
- Gartenscheren sind für weiche Triebe, Kräuter, Stauden und Blumen.
- Astscheren braucht man bei kräftigeren, älteren oder dickeren Ästen.
- Wichtig ist ein sauberer Schnitt.
Glatter Schnitt = geringeres Risiko für Krankheiten, die sich über Verletzungen einschleichen.- Kauftipp: Gute Scheren lassen sich nachschärfen und sind ergonomisch geformt. Ausprobieren, um aus den unterschiedlichen Größen die richtige zu finden (Länge der Schneiden, Griffweite).
- Für Äste: Astschere mit langer Hebelwirkung oder Ratschenmechanik kann die Arbeit erleichtern.
- Ratschenmechanik arbeitet sich in mehreren „Bissen“ zum Ziel.
- Klinge am Ast ansetzen, Griffe zusammendrücken, bis es klickt. Griffe ein Stück öffnen, erneut zudrücken bis zum nächsten Klick usw.
- Anfängerfallen: Dicke Äste mit zu kleiner Schere schneiden -> Quetschungen, unregelmäßige Wunden -> Heilung dauert länger.
- Scheren stumpf -> man reißt statt gleitend zu schneiden -> Heilung dauert länger.
Zwei verschiedene Funktionsarten:
- Amboss-Schere: Nur eine scharfe Klinge; schneidet wie ein Messer auf einem Schneidbrett; Vorteil: kann man sehr fest zudrücken, gut geeignet für hartes Holz.
- Bypass-Schere: Funktioniert wie „normale Schere“ mit zwei scharfen Klingen; Vorteil: sauberer Schnitt, gut geeignet zum Schneiden von frischen Zweigen und Blumen.
6. Laubrechen – mehr als nur HerbstRäumer
- Hilft bei herbstlichem Laub und beim Entfernen von Grasschnitt, Mulch oder verbliebenem Pflanzenmaterial auf Beeten.
- Ausstattungs-Tipp: Zinken am besten flexibel und robust, Metall oder Kunststoff, je nach Boden / Fläche.
- Breite und Stiellänge passend zur Gartenfläche wählen: große Flächen -> breiter Rechen, kleine Beete -> schmale Version.
- Typische Fehler: Zu kräftig rechen -> kann Pflanzenwurzeln stören. Besser mit Gefühl arbeiten.
7. Hacke – optional, aber manchmal nützlich
- Nützlich für das Ziehen von Reihen, zum Aufbrechen harter Erdkrusten, zum Jäten oder zum Bearbeiten eng begrenzter Reihen.
- Arbeitet eher oberflächlich.
- Stumpfe Hacken reißen mehr, als sie schneiden. Ein neuer Schliff macht oft den Unterschied.
Plus: Handschuhe – Schutz & Komfort
- Schützen vor Dornen, Nässe, Splittern und Brennnesseln.
- Zwei Paar sind sinnvoll: ein leichtes für Feinarbeiten, ein robustes für grobe Arbeiten.
- Lederhandschuhe mit verlängerten Stulpen für Arbeiten mit Rosen oder Brombeeren.
- Nach Gebrauch ausschütteln und trocknen lassen; nicht in der Sonne lagern.
Woran erkenne ich, ob ein Gerät gut ist?
- Ergonomischer Stiel, bei langen Geräten am besten bis Brusthöhe, aus Esche
- Warum Esche: ist zäh, kann nachgeben ohne zu brechen, relativ leicht, verschleißt nicht so schnell, angenehmes Handgefühl.
- Keine wackeligen Teile, stabile Zinken oder Blätter.
- Billigprodukte halten oft nur eine Saison oder sind so unpraktisch, dass man sie gar nicht erst benutzt.
- Verstellbare Stillängen, wenn zwei Personen die Geräte nutzen.
Es gibt ja für alles ein Spezialgerät. Lohnt sich das?
- Nur wenn du z.B. einen riesigen Obstgarten pflegst.
- Für die meisten reichen die Grundgeräte völlig aus.
Hast du einen Fehlkauf zu Hause, der vor sich hinstaubt?
- Noch nicht mal viel selbst gekauft, sondern geschenkt bekommen.
- Universalgerät mit Wechselaufsätzen. Klingt clever, ist aber oft wackelig und meistens findet man gerade den Aufsatz nicht, den man braucht.
- Rasenkantenschneider – viel zu mühsam!
- Rasenlüfterschuhe – rutschig, instabil, ineffizient. Verdichtet eher, als dass es lüftet.
- Gartenscheren vom Discounter.
3 Tipps:
- Weniger, aber gute Geräte
- Werkzeug müssen zu dir passen, nicht umgekehrt.
- Regelmäßig reinigen. Dann halten sie ewig.
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