Low-Budget-Garten - die besten Spar-Tipps für die grüne Oase
Low Budget Garten: Die besten Spartipps
Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com
Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an sabine.klingelhoefer@neudorff.com
Was war die günstigste Pflanze in deinem Garten?
- Wahrscheinlich eine, für die ich gar nichts bezahlt habe.
Moment. Man bekommt Pflanzen umsonst?
- Ja. Einfach dafür sorgen, dass Leute wissen, dass du Interesse an Gratis-Pflanzen hast.
- Die meisten Stauden müssen sowieso regelmäßig geteilt werden.
- Viele Gartenbesitzer freuen sich, wenn jemand Teilstücke nimmt.
- Wächst sicher an bei Frauenmantel, Storchschnabel, Sonnenhut, Taglilien, Fetthenne,….
Also muss Gärtnern nicht unbedingt teuer sein …
- Nein. Tatsächlich lässt sich vieles kostenlos beschaffen.
- Nachbarn, Freunde, Kollegen fragen.
- Pflanzentauschbörsen besuchen.
- Kontakt zu Gartenvereinen, Gartengesellschaften aufnehmen.
- Man kann mit etwas Glück auch Pflaster oder Hochbeet kostenlos bekommen (Kleinanzeigen) – meistens dann selbst ausbauen und selbst abholen.
- Oder mal durch eine Kleingarten-Anlage stromern und Menschen dort ansprechen, ob sie was abgeben mögen. Gärtner sprechen gern über ihre Pflanzen!
- Oder Portal durchforsten – manche Menschen geben ihre Pflanzen über bekannte Kleinanzeigen-Portale ab.
Was mache ich, wenn ich die geschenkten Pflanzen dann endlich habe?
- Auf keinen Fall sofort in den Garten setzen.
- Erst in Quarantäne schicken, um sicherzugehen, dass du zum Geschenk noch Unkraut oder Schädlinge bekommen hast.
- Das ist mein größter Horror!
- Zunächst in einem Topf parken, dann einige Wochen beobachten.
- Erst auspflanzen, wenn du sicher bist, dass kein Gierisch, Schachtelhalm o.ä. „mitgeliefert“ wurde.
- Beim Einpflanzen möglichst viel alte Erde entfernen und ggf. Wurzelballen kontrollieren auf Engerlingen und Co
Was ist der größte Irrtum über einen schönen Garten?
- Dass Sparen Verzicht bedeutet.
- Geht darum, vorhandene Ressourcen clever zu nutzen.
- Gute Gärtner verschwenden wenig. Sie vermehren, tauschen, kompostieren.
- Ein schöner Garten wächst durch Zeit und gesammelte Erfahrung.
- Ist ein bisschen wie ein Sauerteig. Am Anfang investierst du etwas. Danach wird aus wenig immer mehr.
Kann man auch eigenes Saatgut sammeln?
Bei vielen Blumen und Gemüsepflanzen problemlos möglich.
Besonders einfach bei Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Sonnenblumen, Cosmea, Studentenblume, Erbsen, Bohnen.
Das Schöne daran: Man kann seine Lieblingssorten behalten und meistens sogar noch etwas an nette Menschen verschenken.
Was muss man dabei beachten?
- Samen erst ernten, wenn sie vollständig ausgereift und trocken sind. Unreif geerntete Samen keimen nicht.
- Anschließend kühl, trocken und dunkel lagern; eindeutig beschriften.
- Nicht jede Pflanze eignet sich:
- Bei vielen F1-Hybriden sehen die Nachkommen oft anders aus und haben andere Eigenschaften.
- Deshalb bei Saatgutgewinnung möglichst auf sogenannte „samenfeste“ Sorten setzen.
Hast du noch mehr Tipps für eigenes Saatgut?
- Gefüllte oder sterile Blüten können kein Saatgut bilden – bei Auswahl beachten.
- Kein eigenes Saatgut von Kürbis, Zucchini, Melone und Gurke sammeln; kann ungesund werden.
- Alte Episode speziell zu dem Thema „Eigenes Saatgut sammeln“ erklärt das genauer.
Darf man Samen aus Parks, öffentlichen Anlagen oder sogar botanischen Gärten mitnehmen?
- Nicht erlaubt!
- Grund: Auch öffentliche Grünanlagen haben Eigentümer.
- Samen sammeln wäre wohl in der Regel so etwas wie Sachbeschädigung oder Diebstahl.
- Kleine Mengen werden oft toleriert, verlassen sollte man sich darauf aber nicht.
- Lieber vorher bei der zuständigen Stelle fragen.
- Sogenannte „Handstraußregel“ greift nicht.
- Handstraußregel besagt, dass man in Deutschland wild wachsende Pflanzen in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf pflücken oder sammeln darf. Bestand darf nicht beschädigt werden.
Welche Pflanze liefert das meiste Gartengefühl pro Euro?
- Für mich: Stauden.
- Einmal kaufen, tauschen oder schenken lassen, viele Jahre freuen.
- Werden jedes Jahr größer und schöner.
- Lassen sich teilen und vermehren und machen so immer mehr Freude.
Was ist der größte Schatz, den viele Gärtner jedes Jahr wegwerfen?
- Da gibt es viele. Aber eines kommt mir besonders in den Sinn:
- Besonder bitter, wenn Rasenschnitt, Herbstlaub, verblühte Stauden und Heckenschnitt auf dem Wertstoffhof landen.
- Enthält alles wertvolle Nährstoffe und organische Substanz.
- Besonders Laub wird oft unterschätzt: schützt den Boden, fördert Bodenleben, verbessert die Humusbildung
- Kompostieren und Mulchen spart einen Teil der Ausgaben für Dünger, Bodenverbesserer, teilweise sogar Blumenerde.
Stimmt. Kompost wird ja auch „schwarzes Gold“ genannt. Gibt auch dazu Podcast-Folgen.
- Nicht ohne Grund.
- Kompost verbessert Wasserspeicherung, Bodenstruktur, Nährstoffversorgung.
- Gesunde Böden bedeuten weniger Gießen, weniger Nachpflanzen, weniger Probleme.
Wo kann man bei Gartengeräten clever sparen?
- Viele Gartengeräte halten Jahrzehnte. Deshalb lohnt sich der Kauf von gebrauchten Geräten auf Flohmärkten, Haushaltsauflösungen, Nachbarschaftsplattformen….
- Besonders geeignet: qualitativ hochwertige Spaten, Grabegabeln, Schubkarren, Streuwagen, Gießkannen.
- Gerade gute Stahlwerkzeuge sind gebraucht oft besser als billige Neuware.
- Bei selten genutzten Geräten ausleihen statt kaufen.
Was ist das älteste gebrauchte Gartengerät in deinem Garten?
- Gute Frage!
- Die kleine alte Handschaufel von meiner Oma. Zum Pflanzen, Erde umfüllen….
Welche Anschaffung spart langfristig am meisten Geld?
- Platz 1: Komposter – kostenloser Dünger und Bodenverbesserer, weniger Abfall.
- Platz 2: Regentonne – spart Unmengen Leitungswasser.
- Platz 3: Gute Gartenschere – hält oft viele Jahre, saubere Schnitte = gesündere Pflanzen.
Was ist der größte Denkfehler beim Low-Budget-Gärtnern?
Zu glauben, dass ein schöner Garten gekauft wird. In Wahrheit wird er aufgebaut.
3 Tipps
- Frag Nachbarn nach Ablegern – viele Pflanzenbesitzer freuen sich darüber.
- Kompostiere alles, was kompostierbar ist – das spart später Geld für Dünger und Bodenverbesserer.
- Kaufe lieber wenige gute Dinge als viele billige.
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