Kompost - ganz praktisch
Kompost – die dreckige Wahrheit
Der Podcast für Garten-Nerds und Pflanzenfreunde und alle, die es noch werden wollen.
Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com
Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an sabine.klingelhoefer@neudorff.com
Über Kompost haben wir schon gesprochen. Warum nehmen wir uns das Thema heute nochmal vor?
- Stimmt, Kompost hatten wir schon mal.
- Damals vor allem Grundlagen: Was darf rein, was nicht und wie wird daraus guter Kompost?
- Heute schauen wir genauer hin: Was passiert, nachdem der Deckel zu ist?
- Komposter ist keine Mülltonne mit Zauberfunktion.
- Eher eine Wohngemeinschaft aus Mikroorganismen und Bodentieren.
- Braucht ein bisschen Pflege.
- Gerade bei Trockenperioden und Starkregen braucht diese WG ein bisschen Aufmerksamkeit.
- Für die kommende Saison gibt es den neuen Neudorff Thermokomposter 340 L – ein guter Anlass, den Thermokomposter diesmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
- Also heute: Kompost – die dreckige Wahrheit. Was müssen wir tun, damit aus Abfall wirklich schwarzes Gold wird?
Offene Kompostmiete oder Thermokomposter – was eignet sich für wen?
- Beides funktioniert.
- Offene Miete braucht mehr Platz und Zeit.
- Bei der klassischen Drei-Kammer-Methode wird das Material mehrfach umgesetzt.
- Im Thermokomposter geht die Zersetzung schneller.
- Die doppelwandige Konstruktion hält die entstehende Wärme besser im Inneren.
- Und das Material trocknet vom Rand her nicht so sehr ein
- Außerdem braucht er weniger Platz.
- Neu für die kommende Saison: der Neudorff Thermokomposter 340 L.
- Etwas kleiner als sein Vorgänger.
- Entnahmeklappe unten.
- Neu ist der Griff oben zum Verriegeln.
- Sonst bleibt das bewährte Prinzip gleich.
Wo stelle ich meinen Thermokomposter hin?
- Am besten schattig.
- Waagerecht und direkt auf die Erde stellen.
- So können Bodenorganismen hineinwandern und überschüssiges Wasser kann versickern.
- Mäusegitter kann von unten Nager fernhalten.
- Und gut erreichbar sollte er sein.
- Ruhig hinten im Garten, aber nicht so weit hinten, dass du für jede Kartoffelschale Wanderschuhe brauchst.
Gibt es so etwas wie ein Rezept für guten Kompost?
- Zauberwort: Mischung.
- Feuchtes und trockenes Material kombinieren.
- Zum Beispiel Rasenschnitt und Küchenabfälle mit Laub und gehäckseltem Baumschnitt.
- Nicht ausschließlich Rasenschnitt einfüllen – der kann zusammensacken, dann fehlt Luft.
- Grobes Material möglichst zerkleinern. Kleine Stücke werden schneller zersetzt.
- Radivit Kompost-Beschleuniger schichtweise dazugeben.
- Enthält Mikroorganismen und Nährstoffe und unterstützt die Rotte.
Was darf rein – und was lieber nicht?
- Rein dürfen zum Beispiel: rohe Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz und Teebeutel, Eierschalen, Laub, Rasenschnitt in Maßen, kleine Zweige und Häckselmaterial, alte Blumenerde.
- Nicht hinein gehören: Fleisch und Knochen, gekochte Essensreste, kranke Pflanzen, Unkräuter mit Samen, hartnäckige Wurzelunkräuter wie Giersch, Plastik (auch keine Biomüllbeutel).
- Kompost ist Biomasse-Recycling und keine Restmüllentsorgung**.** Was hineinkommt, soll am Ende schließlich wieder zurück in unseren Garten.
Jetzt ist alles drin. Deckel zu und in drei Monaten wiederkommen?
- Schön wär’s. Hier kommt die dreckige Wahrheit: Ein Kompost will gepflegt werden. Deckel zu und vergessen“ funktioniert nicht.
- Immer wieder mit einer Grabegabel auflockern und durchmischen.
- Das bringt Sauerstoff hinein.
- Gleichzeitig ist das unser Kompost-Check: zu nass? zu trocken? riecht alles so, wie es soll?
- Gerade bei Trockenperioden und Starkregen wichtig.
Woran merkt man, dass es dem Kompost gut geht?
- Das Material sollte ungefähr so feucht sein wie ein ausgedrückter Schwamm. Also feucht, aber nicht tropfnass.
- Ameisen im Kompost können darauf hindeuten, dass er zu trocken ist.
- Riecht er unangenehm, kann er zu nass sein oder zu wenig Luft bekommen.
- Ein gut laufender Kompost riecht angenehm erdig, nicht nach müffeliger Mülltonne.
Was mache ich, wenn mein Kompost zu trocken oder zu nass ist?
Zu trocken
- Wasser geben (tatsächlich mit der Gießkanne). Ohne ausreichend Feuchtigkeit arbeiten die Mikroorganismen schlechter.
- Und/oder feuchtes Material untermischen.
- Danach wieder kontrollieren: Ziel bleibt der ausgedrückte Schwamm.
Zu nass
- Trockenes, strukturreiches Material wie Häckselmaterial oder zerkleinerte Eierkartons untermischen.
- Nimmt Feuchtigkeit auf und bringt gleichzeitig wieder Luft in den Kompost.
- Bentonit SandbodenVerbesserer kann zusätzlich Feuchtigkeit aufnehmen.
Wird es im Thermokomposter wirklich warm?
- Ja! Bei der Rotte entsteht tatsächlich Wärme.
- Milliarden Mikroorganismen zersetzen organische Substanz.
- Dabei verbrauchen sie Sauerstoff und gewinnen Energie.
- Ein Teil dieser Energie wird als Wärme frei, bei günstiger Wärme läuft die Zersetzung schneller.
- Isolierende Konstruktion hält Wärme besser im Komposter.
- Das unterstützt die Zersetzung.
- Radivit Kompost-Beschleuniger fördert die Rotte zusätzlich.
- Aber heißer ist nicht automatisch besser: Radivit und Neudorffs Kompostwürmer nicht gleichzeitig einsetzen.
- Bei intensiver Rotte können für die Würmer ungünstig hohe Temperaturen entstehen.
- Kompost-WG mag es warm, die Würmer brauchen aber keine Sauna.
Wann kommt unten das schwarze Gold raus?
- Im Thermokomposter kann nach etwa 8–12 Wochen erster Mulchkompost entstehen.
- Braun und noch relativ grob, Ausgangsmaterial teilweise noch erkennbar, riecht angenehm nach Waldboden.
- Auf Gemüse- und Staudenbeeten oder unter Obstgehölzen verteilen, nicht tief eingraben.
- Bodenorganismen übernehmen die weitere Arbeit.
- Jetzt schließt sich der Kreis: Wir kümmern uns um den Kompost – und der Kompost kümmert sich anschließend um unseren Boden.
- Bringt organische Substanz zurück und unterstützt Humusaufbau und Wasserhaushalt.
3 Tipps
- Misch dich ein: Vielfalt macht guten Kompost.
- Fühl mal nach: Feucht wie ein ausgedrückter Schwamm ist ideal.
- Gib ihm Luft: Regelmäßig auflockern und durchmischen.
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